Fachgebiet Arbeitspsychologie und Arbeitspädagogik
Technische Universität Berlin - Fakultät IV
Institut für Wirtschaftsinformatik und Quantitative Methoden

Dr. Rainer Oesterreich

Forschungsprojekte

Geschlecht, Ressourcen und Gesundheit in der Erwerbs- und Familienarbeit (1999-2004)

Förderung VW-Stiftung mit ca. 1.600.000 DM. Antragsteller Prof. Dr. U. Maschewsky-Schneider, Prof. Dr. K. Hausen, PD. Dr. R. Oesterreich.

Mitarbeit an der Antragstellung und Leitung.

Fokussiert auf den Themenkomplex "Arbeit in Beruf und Familie" sollte die Bedeutung der gesamten Lebensweise für die Gesundheit untersucht werden, wobei nicht nur Gesundheitsrisiken, sondern auch Ressourcen für den Erhalt von Gesundheit zu berücksichtigen sind.

 

Experimentelle Untersuchungen zum „Netz erinnerbaren Handelns“ (1993–1997).

Förderung DFG mit ca. 220.000 DM

Tätig als Antragsteller und Leiter

Es wurden Experimente durchgeführt, deren Hypothesen  sich aus einem vom Antragsteller entwickelten Gedächtnismodell ableiten. Das Gedächtnismodell betrifft die Gedächtnisnutzung für Handlungsentwürfe und während der Handlungsausführung.

 

Entwicklung einer aufgabenorientierten Anleitung zur Qualifizierung für die Arbeit mit einem EDV-System (1993–1995)  Leitung Prof. Dr. W. Volpert und Dr. R. Oesterreich, Förderung durch das Walter-Friedländer-Bildungswerk mit ca. 300.000 DM

Tätig als Antragsteller und Leiter

Es wurde eine auf die praktische Tätigkeit am Arbeitsplatz bezogene Qualifizierungsmethodik für den Aufbau und die Benutzung von Datenbanksystemen entwickelt. Die Qualifizierungsmethodik wird in der kaufmännische Berufsausbildung und Weiterbildung verwendet.

 

Weiterentwicklung des Verfahrens zur Ermittlung von Alltagstätigkeiten („EVA-Verfahren“) für eine Analyse von Arbeitstätigkeiten in Haushalt und Familie (1993–1995)

TU-intern mit 3 stud. Hilfskraft-Stellen gefördertes „Forschungsinitiativprojekt“

Mittätig bei der Beantragung und während der Laufzeit als Berater

Das im DFG-Projekt „Entwicklung eines Instrumentariums zur psychologischen Untersuchung des Alltagshandelns“ (s. oben) entstandene EVA-Verfahren wurde erweitert um Teile, die eine Abgrenzung von Arbeit im Haushalt und Freizeit erlauben und Arbeit mit Bezug auf verschiedene Aspekte beschreiben.

 

Untersuchungen zu einer aufgabenbezogenen Qualifizierungsmethodik (1990–1992)

TU-intern mit 2 stud. Hilfskraft-Stellen gefördertes „Forschungsinitiativprojekt“

Mittätig bei der Beantragung und während der Laufzeit als Berater

Konzepte für eine an praktischen Arbeitsabläufen orientierten Qualifizierungsmethodik für den Umgang mit EDV-Systemen wurden entwickelt, und in eine Anleitung zum selbständigen Erlernen eines EDV-Systems umgesetzt und empirisch erprobt.

 

Anforderungen und Belastungskonstellationen in Industrieverwaltungen und psychosoziale Gesundheit (1987–1993) 

Leitung Prof. Dr. W. Volpert, Förderung BMFT/AuT mit ca. 1.900.000 DM

Mittätig bei der Beantragung und während der Laufzeit mit interner Leitungsfunktion

Die Arbeitsanalyseinstrumente RHIA und VERA wurden für den Bereich der Büroarbeit in miteinander kombinierter Form angepaßt und verfahrenstechnisch überprüft. In einer Längsschnittstudie mit 220 Arbeitsplätzen wurden Auswirkungen von RHIA-VERA-Merkmalen auf die psychosoziale Gesundheit der Beschäftigten belegt. Es wurde ein praktikergerechter Leitfaden zum Erkennen und Beheben von Schwachstellen der Büroarbeit konzipiert.

 

Entwicklung eines Leitfadens zur psychologischen Arbeitsanalyse im Bereich Büro und Verwaltung im Hinblick auf eine angemessene Aufgabenverteilung zwischen Mensch und Rechner (1987–1992)

Leitung Prof. Dr. W. Volpert, Förderung durch BMFT/AuT mit ca. 1.300.000 DM

Mittätig bei der Beantragung und während der Laufzeit als Berater

Das Arbeitsanalyseinstrument KABA wurde konzipiert an ca. 300 Arbeitsplätzen in Büro und Verwaltung erprobt.

 

Arbeitspsycholgische Typisierung und Bewertung verschiedener Einsatzformen der CNC-Technologie unter Gesichtspunkten humaner Arbeit (1988–1991

Leitung Prof. W. Volpert, Förderung BMFT/AuT mit ca. 500.000 DM

Mittätig an der Beantragung und während der Laufzeit mit interner Leitungsfunktion

Es wurden ca. 120 Arbeitsplätze in der CNC-Fertigung arbeitsanalytisch untersucht. Vor dem Hintergrund der Ergebnisse wurde ein Leitfaden zur Gestaltung von Arbeitsaufgaben an CNC-Maschinen entwickelt. Der Leitfaden wurde in einem Projekt unter der Leitung von Prof. Dr. E. Ulich für Betriebe in der Schweiz modifiziert und ergänzt.

 

Entwicklung eines Instrumentariums zur psychologischen Untersuchung des Alltagshandelns (1987–1989)

Förderung DFG mit ca. 200.000 DM

Tätig als Antragsteller und Leiter

Grundgedanken der Arbeitsanalyse wurden auf die Untersuchung von Tätigkeiten im Alltag außerhalb der Erwerbsarbeit übertragen, was im Erhebungsinstrument EVA resultierte. Das Instrument erwies sich als einsetzbar für empirische Untersuchungen von Arbeit im privaten Haushalt.

 

Motivationale Aspekte des Handelns in simulierten Entscheidungsnetzen (1984–1987)

Förderung DFG mit ca. 200.000 DM

Tätig als Antragsteller und Leiter

In Experimenten wurden Entscheidungsnetze auf dem Computer simuliert und Hypothesen zur Motivation im Zusammenhang mit Entscheidungsmöglichkeiten überprüft.

 

Entwicklung eines Verfahrens zur Ermittlung kognitiver Arbeitsbelastung (1982–1987)

Leitung Prof. Dr. W. Volpert, Förderung BMFT/HdA mit ca. 1.000.000 DM

Mittätig an der Beantragung des Projekts, während der Laufzeit an der theoretischen Konzeption, der Erhebungskonzeption und der Datenauswertung

Das Arbeitsanalyseinstrument RHIA wurde für den Bereich Produktion konzipiert, an ca. 200 Arbeitsplätzen in 6 Industriebranchen erprobt und veröffentlicht.

 

Gestaltung von Dialogschnittstellen (1982-1986)

Leitung Prof. Dr. C. Floyd, mit 2 WM-Stellen von der TU gefördertes „Interdisziplinäres Forschungsprojekt“

Tätig als Berater für arbeitspsychologische, erhebungs- und auswertungsmethodische Fragen

 

Entwicklung eines Verfahrens zur Identifizierung lernrelevanter Aspekte der Arbeitstätigkeit (1978–1982)

Leitung Prof. Dr. W. Volpert, Förderung BMFT/HdA mit ca. 900.000 DM

Tätig als wiss. Mitarbeiter mit interner Leitungsfunktion

Im Projekt wurde das Arbeitsanalyseinstrument VERA für den Bereich Produktion konzipiert, an ca. 260 Arbeitsplätzen in 8 verschiedenen Industriebranchen erprobt und veröffentlicht. In diesem Projekt wurden die wesentlichen Grundlagen für die Vorgehensweise der bedingungsbezogenen Arbeitsanalyse sowie die Art der Reliabilitätsüberprüfung entwickelt, welche auch für die in den nachfolgenden Projekten konzipierten Analyseinstrumente grundlegend waren.

 

Bürgerorientierung in der Sozialhilfe (1974–1977)

Tätig als Leiter gemeinsam mit Dr. R. Silbereisen

In zwei Berliner Bezirken wurden Einstellungen und Beratungsverhalten von Sozialamtsangestellten sowie Meinungen, Erfahrungen und Forderungen von ca. 1800 Sozialhilfe-Empfängern erhoben und in Beratungskonzepte umgesetzt.